Training & Epic · Start & Ziel Can Pastilla

WorldTour · Königsetappe Sa Calobra

WorldTour-Camp-Tag: Königsetappe Sa Calobra für Ermüdungsresistenz

  • Königsetappe
  • 184 km
  • 2.961 m
  • ≈ 6½–8½ h

Karte und Höhenprofil

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WorldTour-Camp-Tag: Königsetappe Sa Calobra für Ermüdungsresistenz

Zusammenfassung:

Eine Herausforderung für den ganzen Tag im Stil der Camps der WorldTour-Teams: Coll de Sóller, der längste Anstieg der Insel, der Puig Major, sowie Abfahrt nach und Auffahrt aus Sa Calobra – Leistung auf müden Beinen. Zwei Varianten: Hobby für Freizeitfahrer mit sehr guter Ausdauer – Anstiege in Z2 bis Tempo, ohne Test und mit kürzerem Rückweg über Caimari, etwa 153 km, 2.650 Höhenmeter und 7–8,5 Stunden; Profi für sehr gut trainierte Fahrer, die regelmäßig 5+ Stunden mit 2.500 Höhenmetern fahren – vier Blöcke inklusive Schwelle am Puig Major und Test an der Sa Calobra, 184,2 km, rund 2.960 Höhenmeter und 6,5–8 Stunden Fahrzeit. Für Einsteiger ist keine der beiden gedacht. Auf der schmalen Straße nach Sa Calobra langsam abfahren, die Auffahrt (und den Test) nur bei freier Straße beginnen und nur im Parkplatzbereich wenden.

 Streckenverlauf:

Km 0–29,8: Vom Shop geht es über die Ma-19A Camí de Can Capó (km 2,5; nicht auf die Autobahn daneben), dann auf Nebenstraßen über Sa Cabaneta (km 12,3) und Santa Maria del Camí (km 20,3) nach Bunyola (km 29,8).

Km 29,8–37,1: Nach 1,2 km auf der stark befahrenen Ma-11 biegst du am Tunnel-Kreisverkehr (km 32,2) auf die alte Ma-11A ab: Block 1 führt zum Coll de Sóller (km 37,1).

Km 37,1–61,7: Nach der Kehrenabfahrt beginnt an der Umgehung von Sóller (km 46,6) Block 2 und klettert auf der Ma-10 am Mirador de ses Barques (km 54,9) vorbei zum kurzen Monnàber-Tunnel (km 61,7).

Km 61,7–82,3: Am Gorg Blau vorbei geht es zum Abzweig nach Sa Calobra (km 69,7), über den Coll dels Reis (km 72,4) und vorsichtig hinab zum Hafen (km 82,3). Sackgasse: Wende im Parkplatzbereich, nie auf der Fahrbahn.

Km 82,3–91,8: Block 3 führt zurück zum Coll dels Reis (km 91,8).

Km 91,8–127,7: Ab der Einmündung (km 94,2) bringt dich die Ma-10 zum Coll de sa Batalla (km 103,1) und über den Coll de Femenia (km 109,3) hinab nach Pollença.

Km 127,7–164,2: Block 4 beginnt auf der Ma-2200 südlich des Orts (km 127,7) und folgt dem Camí vell über Campanet (km 140,3) und Inca (km 148,6), dann der Ma-13A durch Binissalem (km 156,8).

Km 164,2–184,2: Ab Santa Maria (km 164,2) heimrollen, insgesamt 184,2 km. Durchgehend Asphalt; auf Ma-19A, Ma-11, Ma-10, Ma-2200 und Ma-13A hintereinander fahren.

Die Trainingseinheit

Für wen: Für Hobbyfahrer mit sehr guter Ausdauer, die Sa Calobra wie die Profis erleben wollen, aber ohne Renntempo: Anstiege in Z2 bis Tempo, ohne Test und mit kürzerem Rückweg über Caimari. Trotzdem eine Herausforderung für den ganzen Tag.

≈ 7–8½ h · ≈ 153 km · ≈ 2.650 Hm · Sa Calobra ohne Test

Intensitätsverlauf: Breite = Zeit, Höhe = % FTP

  1. Einfahren≈ 80 min
    Z1–Z2≤ 70 % FTP≤ 80 % LTHRRPE 2–3km 0–32,2

    Die ersten 20 min in Z1, dann lockeres Z2. Auf der Ma-19A und Ma-11 hintereinander. Kräfte sparen – der Tag ist lang.

  2. Coll de Sóller in Z225–35 min
    Z265–75 % FTP75–83 % LTHRRPE 3–4km 32,2–37,1

    Die alte Straße mit ihren Kehren: leichter Gang, im Sitzen, ruhiges Tempo. Oben Weste an, locker nach Sóller abfahren.

  3. Puig Major: 2 × 15 min Tempo75–90 min
    Z376–85 % FTP84–90 % LTHRRPE 5–6km 46,6–61,7

    Der längste Anstieg der Insel: 15 min Tempo, 10 min Z2, 15 min Tempo, der Rest in Z2 bis zum Tunnel Monnàber – Licht an. Alle 20–30 min essen.

  4. Abfahrt nach Sa Calobra≈ 45 min
    Z1–Z2km 61,7–82,3

    Oben Armlinge und Weste an. Langsam abfahren, nur auf dem Parkplatz unten wenden, Flaschen auffüllen und essen.

  5. Auffahrt aus Sa Calobra50–70 min
    Z376–85 % FTP84–90 % LTHRRPE 5–6km 82,3–91,8

    Gleichmäßiges Tempo ohne Test: 9,5 km mit etwa 7 %. Nur bei freier Straße losfahren, in den Kehren rechts; auf den letzten 2 km darfst du zulegen, wenn du noch Kraft hast. Bei Brustschmerzen oder Schwindel sofort aufhören.

  6. Abkürzung über Caimari≈ 60 min
    Z1–Z2≤ 70 % FTPRPE 2–3km 91,8–103,1

    Locker zum Coll de sa Batalla (km 103,1, Wasser an der Tankstelle). Dort rechts auf die Ma-2130 und über Caimari und Selva hinunter nach Inca (14,7 km, ruhig abfahren); bei km 149,2 bist du wieder auf der Strecke.

  7. Inca – nach Hause≈ 80 min
    Z260–72 % FTPRPE 3km 149,2–184,2

    Über Binissalem und Santa Maria gleichmäßig in Z2, Trittfrequenz um 90; auf der Ma-13A hintereinander. Innerhalb einer Stunde nach der Rückkehr eine Mahlzeit mit Kohlenhydraten und Eiweiß.

Essen & Trinken

Ab Minute 30 50–80 g Kohlenhydrate pro Stunde, alle 20–30 min etwas, und 500–750 ml Flüssigkeit pro Stunde mit Elektrolyten – Verpflegung für 8 Stunden. Bunyola mit vollen Flaschen verlassen, auffüllen in Sa Calobra (km 82,3) und am Coll de sa Batalla (km 103,1).

Ohne Wattmessung

Ohne Wattmesser: an den Anstiegen ein Tempo, bei dem du noch kurze Sätze sprechen kannst (RPE 5–6), sonst überall ganze Sätze. Wer am Puig Major überzieht, hat für Sa Calobra keine Kraft mehr.

Trainingsabschnitte auf der Strecke klicken, um sie auf der Karte zu zeigen

  • Coll de Sóller in Z2Block 1 – Coll de Sóller 4,9 km · Z2 65–75 % FTP4,9 km · Tempo 85–90 % FTPkm 32,2–37,1
  • Puig Major – TempoBlock 2 – Puig Major 15,1 km · 2 × 15 min Tempo 76–85 % FTP15,1 km · 2 × 20 min · 92–100 % FTPkm 46,6–61,7
  • Auffahrt aus Sa CalobraBlock 3 – Bergtest Sa Calobra 9,5 km · Tempo 76–85 % FTP, ohne Test9,5 km · 93–100 % FTP, Finale Vollgaskm 82,3–91,8
  • Block 4 – spätes Tempo nur Profi36,5 km · 3 × 15 min · 80–85 % FTPkm 127,7–164,2

Die Intensitäten sind Richtwerte – je nach Form und Verkehr anpassen.

Sicherheit auf der Strecke Abschnitte mit km per Klick auf der Karte zeigen

  • Ma-11: vor Tunnel abbiegen

    Die 1,2 km auf der stark befahrenen Ma-11 hintereinander fahren und am Tunnel-Kreisverkehr (km 32,2) auf die alte Ma-11A abbiegen. Der Straßentunnel nach Sóller ist für Räder gesperrt – nie hineinfahren und ebenso nie auf die Autobahnen Ma-19, Ma-13 und Ma-20.

    km 31–32,2
  • Kehrenabfahrt nach Sóller

    Am Coll de Sóller die Weste anziehen und die Kehren ohne Belastung abfahren. Essen und trinken erst auf dem geraderen unteren Teil, nie in den Kurven.

    km 37,1–46,6
  • Licht in Ma-10-Tunneln

    In den kurzen Tunneln Monnàber (km 61,7) und Serra de Turixant vor dem Abzweig nach Sa Calobra Front- und Rücklicht einschalten. Nimm sie den ganzen Tag mit: Sonnenuntergang ist Anfang Oktober gegen 19:30, nach der Zeitumstellung am 25. Oktober gegen 18:00.

    km 61,7–69,7
  • Kalt oben, wenig Wasser

    Auf rund 850 m ist es oft etwa 5 °C kühler und windiger als in Palma – vor der Abfahrt Weste und Armlinge anziehen. Zwischen Sóller (km 46,6) und Sa Calobra (km 82,3) gibt es kaum Wasser, also Bunyola mit zwei vollen Flaschen verlassen und 500–750 ml/h trinken, bei Hitze mehr.

    km 46,6–82,3
  • Schmale Abfahrt Sa Calobra

    Die Ma-2141 ist schmal, hat 26 Kehren und etwa 500 m unterhalb des Coll dels Reis die 270°-Schleife Nus de sa Corbata, und vor allem ab dem späten Vormittag fahren Reisebusse und Mietwagen – spätestens um 8:00 starten. Vor der Abfahrt die Bremsen prüfen, langsam abfahren und bergab keine Belastung.

    km 72,4–82,3
  • Nur am Parkplatz wenden

    Sa Calobra (km 82,3) ist eine Sackgasse: nur im Parkplatzbereich wenden, nie auf der Fahrbahn. Den Bergtest nur bei freier Straße starten und abbrechen, wenn ein Bus eine Kehre blockiert.

  • In Orten locker fahren

    Auf der Ma-2200 und der stärker befahrenen Ma-13A (nicht der Autobahn Ma-13) hintereinander fahren. Campanet, Inca und Binissalem locker in Z2, nie Vollgas durch Orte, und wo der Verkehr die Belastung unsicher macht, das Intervall auslassen.

    km 127,7–164,2

Tipps unserer Guides

  • Die Straße nach Sa Calobra ist schmal und voller enger Kehren, und vor allem ab dem späten Vormittag sind Reisebusse und Mietwagen unterwegs. Fahr langsam bergab, nie Vollgas in Abfahrten oder durch Orte, starte den Bergtest nur bei freier Straße und brich ihn ab, wenn ein Bus eine Kehre blockiert. Wende nur im Parkplatzbereich und fahrt auf Ma-19A, Ma-11, Ma-10 und Ma-13A hintereinander.
  • Starte mit dem ersten Licht, spätestens um 8:00 (Anfang Oktober geht die Sonne gegen 7:45 auf) – mit Pausen kann der Tag bis zu 9 Stunden dauern. Sonnenuntergang ist Anfang Oktober gegen 19:30, nach der Zeitumstellung am 25. Oktober gegen 18:00. Nimm Front- und Rücklicht mit – du brauchst sie auch in den kurzen Tunneln der Ma-10.
  • Sa Calobra hat laut Climbfinder Rampen bis 11 %, eine Kompaktübersetzung (z. B. 34 × 30 oder 34 × 32) macht sie und den Puig Major deshalb viel besser dosierbar. Bring eigene Pedale, Schuhe und Radcomputer mit und prüfe vor den langen Abfahrten die Bremsen.
  • Kein Powermeter? Steuere nach Puls und RPE: Der Puls hinkt zu Beginn jedes Intervalls 1–2 Minuten hinterher, fahr anfangs also nach Gefühl. Im Tempo kannst du noch kurze Sätze sprechen, an der Schwelle nur ein paar Worte. Spät an einem langen Tag wird der Puls unzuverlässig (bei Hitze steigt er, bei Ermüdung bleibt er niedrig) – in Block 4 zählen RPE und Trittfrequenz.

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